Sonntag, 23. April 2017

Heute ist es auch schon wieder 190 Jahre her

... daß einer der bedeutendstend Rechts- und Kirchenhistoriker des 19. Jahrhunderts (womit man wohl getrost sagen darf: aller Zeiten), Johann Friedrich Ritter von Schulte geboren wurde. Zunächst als einer der führenden Kirchenhistoriker auch von seiner damaligen römisch-katholischen Konfession gefeiert, geriet er später durch die Beschlüsse des Vaticanum I in einen entschiedenen Gegensatz zur angestammten Religionsgemeinschaft, da er sich aus Gründen der wissenschaftlichen und charakterlicher Lauterkeit nicht zu einer ihm nahegelegten Unterwerfung unter die Sätze der von diesem Konzil erlassenen Konstitution "Pastor aeternus", welche die Unfehlbarkeit des Heiligen Stuhles in Fragen der Glaubens- und Sittenlehre definierte, bequemen wollte.
„Nicht meine Grundsätze“, schrieb er in seiner Stellungnahme, „nicht meine Wünsche sind andere geworden. Ich hoffe mit Gottes Hilfe bis zum letzten Athemzuge zu halten an dem Glauben meiner Väter. Aber meine Anschauung über das Verhältniß von Kirche und Staat, sowie über die Intentionen gewisser Kreise mußte ich allmälig als irrige insofern erkennen, als mir klar wurde, sie sei nicht die römische. Das päpstliche Breve Tuas libenter vom 21. December 1863 an den Erzbischof von München-Freising, welches in nuce die Scholastik canonisirt, das Schreiben des Nuntius mit den für Männer und öffentliche Lehrer wahrhaft unwürdigen Bedingungen, von welchen fernere Versammlungen katholischer Gelehrten abhängig gemacht wurden, das, was ich von verschiedenen Bischöfen und der römischen Frage kundigen Männern erfuhr – dieß Alles mußte an die Stelle jugendlicher Hoffnung die stumme, kalte Resignation treten machen. ... Aber bei dem heutigen Zustande der Kirche halte ich für Pflicht, daß Jeder, der den Muth und die Fähigkeit dazu hat, offen auftrete. Ein Mandat hat Niemand nöthig. Der Wahrheit Zeugniß zu geben, ist Pflicht; für meine Kirche zu thun, was ich noch in meinen schwachen Kräften kann, steht mir ebenso gut zu, als dem Papste, den Bischöfen und Priestern, denn die Kirche ist nicht gesetzt, damit die Hierarchie regiere, die Laien gehorchen, sondern der Herr hat seine Kirche gegründet, auf daß jeder in ihr den sicheren Weg finde, für sein Heil zu wirken.“
So wurde er zu einem der maßgeblichen Mitbegründer der Altkatholischen Kirche in Deutschland, deren in den Grundzügen bis heute gültige Synodal- und Gemeindeordnung (1874), quasi das „Grundgesetz“ der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland, er verfaßte. Seinem Wappenspruch „Scientia et justitia“ blieb er bis zu seinem Tode am 19. Dezember 1914 treu ...

Eigentlich müßte er jetzt

... wegen Verharmlosung der Untaten des Nationalsozialismus ins Gefängnis wandern. Sofern man nicht verminderte Zurechnungsfähigkeit als Schuldausschließungsgrund geltendmachen kann:

Papst: "Flüchtlingslager sind Konzentrationslager"

23.04.2017, 11:55
Papst Franziskus hat Aufnahmezentren für Flüchtlinge nach Angaben der dpa als Konzentrationslager bezeichnet. Die sogenannten Hotspots - etwa jenes auf der Insel Lesbos - erinnern der Heiligen Vater offensichtlich an die NS- Zeit. "Viele Flüchtlingslager sind Konzentrationslager - wegen der Menge an Menschen darin."
Seine Worte fielen laut dpa im Zuge einer Zeremonie zum Gedenken an moderne christliche Märtyrer. Der Papst hatte demnach von einem Flüchtling berichtet, den er 2016 auf Lesbos getroffen hatte. Dessen Ehefrau sei wegen ihres christlichen Glaubens vor den Augen ihres Mannes getötet worden. Mit dem KZ- Vergleich wich er laut weiteren Medienberichten von seinem ursprünglichen Text ab.
Wäre er nicht so zeitgeistig unterwegs, wäre er nicht als Staatsoberhaupt immun, sondern ein "ganz normaler Staatsbürger" Deutschlands oder Österreichs, käme schon die Vorladung zum Staatsanwalt. Oder zum Psychiater ...

Interessant ...
 

Johann Sebastian Bach: "Am Abend aber desselbigen Sabbats" - Kantate zum 1. Sonntag nach Ostern, BWV 42





Nackte Zahlen

von Fragolin

In der „Welt“ finden sich ein paar Gedanken, die erstaunlich sind. Weil es bisher doch als unaussprechlich galt, zuzugeben, dass die Masseneinwanderung unqualifizierter und auf dem Jobmarkt einer extrem verdichteten Industrie langfristig unvermittelbarer Analphabeten nichts anderes als eine Einwanderung in die Sozialsysteme bedeutet.

So verzeichnen die in Deutschland lebenden Syrer eine Hartz-IV-Quote von 75 Prozent. Ähnliche, wenngleich nicht ganz so dramatische Zahlen gibt es bei Menschen aus dem Irak und aus Eritrea. Diese Ziffer bezieht sich nicht auf Schutzsuchende, die in Sammelunterkünften wohnen, sondern einen eigenen Haushalt bilden. Kritiker warnen vor einer Zuwanderung in die Sozialsysteme. Tatsächlich offenbart ein Blick auf die längerfristige Entwicklung, dass Ausländer einen immer größeren Teil der Sozialhilfeempfänger in Deutschland bilden. Hatten 2011 erst 19 Prozent der Hartz-IV-Empfänger eine ausländische Nationalität, so betrug die Quote 2016 bereits 27 Prozent.“

Oh, Warner vor einer massiven Zuwanderung in die soziale Hängematte dürfen wieder „Kritiker“ genannt werden und nicht nur rechtspopulistische Rassisten und Hetzer? Schön.

Ob eine schlechte Integrationspolitik dafür mitverantwortlich ist oder nicht: Die jüngste Migration strapaziert die Sozialsysteme. Ein Großteil der finanziellen Lasten entfällt auf die Kommunen, weshalb der Deutsche Städtetag bereits Alarm schlägt.“

Immer dieser neckische Seitenhieb auf die „schlechte Integrationspolitik“, als ob Integration eine Einbahnstraße wäre, die ausschließlich vom Gastgeber zu befahren sei. Wer hier leben will muss sich auch hier einfügen wollen. Wollen. Alles klar?
Und nein, nicht nur die jüngste Migration belastet die Sozialsysteme, denn auch eine erkleckliche Anzahl der Passdeutschen, die im Sozialsystem leben, haben Migrationshintergrund. Das Sozialsystem ist schon die längste Zeit prall gefüllt mit kultureller Bereicherung. Deutsche sollen bis 73 arbeiten gehen, wenn es nach den Vorstößen der Obertanen geht, damit ihre multikulturellen Dunkellandverbunter seit zarten Jugendjahren bis zum hohen Alter wohl versorgt sind, auch ohne eine Sekunde für ihr Wohlleben gearbeitet zu haben.

Besonders putzig das System des deutschen Föderalismus. Königin Angela lässt per Dekret die Grenzen schleifen und alle Menschen einreisen, die nur schnell genug ihren Pass wegwerfen und „Asüül“ stammeln können. Dann drückt sie die Humangeschenke den Ländern und Kommunen aufs Auge, und die müssen dann sehen, wie sie damit klar kommen. Der Bund schafft an, das Land nimmt auf und die Gemeinde blecht. Ohne Chance, sich der Kostenstellen wieder zu entledigen. Das überträgt man wieder an die Länder, damit sich alle irgendwie gegenseitig aneinander abputzen können, koste es den Steuerzahler was es den Politiker wolle.

Die tatsächlichen finanziellen Belastungen gehen aber darüber hinaus. Denn sie umfassen unter anderem auch Ausgaben für Unterkünfte und Schulungsmaßnahmen. Das Münchner Ifo-Institut beziffert die direkten Mehrausgaben der Krise für Deutschland allein in diesem Jahr auf 20 bis 25 Milliarden Euro, und das ist noch nicht alles. „Die langfristigen Kosten hängen sehr stark davon ab, wie gut oder schlecht uns die Integration gelingt“, sagt Ifo-Wissenschaftler Poutvaara.“

Und wieder: nicht uns muss die Integration gelingen, sondern denen.

Prinzipiell können Migranten eine Volkswirtschaft durch ihre Arbeitskraft und ihr Wissen beleben. Im Falle der Flüchtlinge ist Poutvaara allerdings nicht allzu optimistisch, dass das auf absehbare Zeit der Fall sein wird.“

Bin ich auch nicht. Denn es liegt weder eine erkennbare Motivation zum Einsatz der Arbeitskraft vor noch scheint Wissen ein allzu verbreitetes Gut zu sein. Die Beleben gar nichts außer den Konsum und gelegentlich die Arbeit der Sicherheitsbehörden.

Da sich Flüchtlinge häufig in Städten ballen, drohen die Metropolen zu Armutskrisenherden zu werden.“

Nein, drohen sie nicht zu werden. Sind sie schon.
Ach, da war es wieder: Berlin...

Hauptstadt der Ahnungslosen

von Fragolin

Berlin sammelt ja gerade Punkte, von was es alles Hauptstadt ist. Nach den Kaputtwirtschaftern, den Linksradikalen, den Bereicherern, den Flughafenversagern, den Verbrechern und den Ratten kommen nun die Ahnungslosen hinzu.

Genau 39.465 Menschen leben in Berlin, deren Asylanträge rechtskräftig abgelehnt wurden, die also kein Asyl bekommen.“

Soviel ist dem Innensenator, also dem Innenminister des Stadtstaates, bekannt.
Aber mehr auch nicht.
Wie lange sind die schon ohne Aufenthaltsrecht in Berlin? Keine Ahnung.
Wie viele haben andere Aufenthaltstitel, wie temporären subsidiären Schutz? Keine Ahnung.
Wie viele haben eine Niederlassungserlaubnis bekommen? Keine Ahnung.
Wo leben diese Leute, wovon leben sie, wer kümmert sich um sie? Keine Ahnung.

Eigentlich kann man das nur noch mit Arbeitsverweigerung im Amt umschreiben. Die farge ist doch nur noch, ob diese Arbeitsverweigerung und Ahnungslosigkeit aus reiner Dummheit resultiert, was mich bei einem roten Politiker jetzt nicht wirklich überraschen würde, oder aus Faulheit, was ich ebenso nicht ausschließen möchte, oder doch aus Berechnung, weil es einfach sicherer ist den Ahnungslosen zu spielen als den diffus verängstigten armlängengeschädigten und inzwischen täglich angepisster reagierenden potenziellen Zielscheiben islamischer Fahrschüler, zentralafrikanischer Drogendealer oder nordafrikanischer Antänzer die Wahrheit zu präsentieren.

An anderer Stelle schaut unser Staat sehr genau hin, im Finanzamt zum Beispiel oder bei der Gewerbeaufsicht. Da werden Fristen gesetzt, da werden Drohungen ausgesprochen und Verfahren angestrengt, da werden Konten gesperrt, da wird vollzogen.
Aber im Asylbereich gibt es ein Drunter und Drüber, wie man es sich nicht vorstellen kann.“

Ja, da geht es ja auch gegen die, bei denen man etwas holen kann. Denn die Politik will nur unser Bestes. In ihren Augen: unser Geld! Der Rest ist denen so egal, wie man sich nur vorstellen kann.
Rot-rot-grün eben. Kompetenzfrei, vorlaut und gierig. Nur bei der Einschätzung, ob sie einfach nur dumm sind oder gefährliche Intriganten, kann ich noch keine Entscheidung treffen.

Samstag, 22. April 2017

Nun, weht da vielleicht ein kleines Rüchlein von FAKE-NEWS durch den Raum?

Und zwar von staatlicherseits verbreiteten FAKE-NEWS.

trotz aller Verwirrung, ein paar Dinge sind schon erkennbar
verfasst von nereus, 22.04.2017, 09:23

Hallo Michael!
Ein paar Kleinigkeiten kann man sehr wohl herausfinden. Wenn die Medien oder gar die Staatsanwaltschaft dieses oder jenes melden, kann man das, soweit möglich, auf Plausibilität prüfen.

Das haben ein paar Trader auch getan und meine gemeldete und vermutete Version scheint sich zu bestätigen.

Zunächst hatte sich der Chefredakteur von Godmode-Trader, Daniel Kühn, mit dem Thema befaßt.
Was sofort auffällt - die Zahl von angeblich 15.000 erworbenen Derivaten passt nicht zusammen mit der Angabe, dass "mehrere Zehntausend Euro" aus einem Konsumentenkredit in den Kauf gesteckt wurden (laut Informationen des SPIEGEL 40 TSD EUR). Selbst wenn alle 15.000 Stück auf den teuersten Schein entfielen, kommt man auf eine Summe von max. 10 TSD EUR.
..
Was mich ein wenig irritiert ist, dass das BKA sich aktuell nicht in der Lage sieht mitzuteilen, wie hoch der maximale Gewinn gewesen wäre im Falle eines "Erfolgs" des Anschlags. Das ist wirklich einfach auszurechnen, wenn man alle Abrechnungen vorliegen hat. Man muss dann nur noch das Extrem-Szenario eines Kurssturzes auf 0 EUR unterstellen und kann dann den maximalen Wert der OS und somit auch den maximalen Gesamtgewinn errechnen.

Quelle: https://www.godmode-trader.de/artikel/borussia-dortmund-sind-das-die-optionsscheine-des-attentaeters,5269410
Natürlich wird er dabei in den Kommentaren einerseits unterstützt und andererseits von den „staatlichen Gedankenwächtern“ angefeindet, ein Phänomen, welches man aus vielen Internetblogs und Foren kennt.

Nun hakt ein Kommentar nach ...

(Hier weiterlesen)
Kommentator Nereus ist im Gelben Forum eine Institution für Recherche und Plausibilitätsprüfung bei allem, was nach Fake-News riecht, und insbesondere, wenn es von Seiten der Staatsmafia und ihrer Lügen-/Lücken-Medien kommt.

Die Sache wird spannend, insbesondere im Hinblick auf schönfärberische Vertuschungsversuche im Zusammenhang mit der französischen Präsidentschaftswahl am Sonntag (die sich die Behörden freilich eher rektal applizieren können seit dem Attentat in Paris)






"Extravaganter Humor oder kompletter Realitätsverlust?"

... fragt Metropolico. Mit vollem Recht ...

Wichte

Treffend wie immer charakterisiert Michael Klonovsky den zivilgesellschaftlichen Mut der Kölner. 
Wenn ein paar Nafris ihren Weibern elanvoll an die Wäsche gehen, stehen die braven Kölner mit angelegten Ohren daneben und schauen ergriffen zu. Aber wenn die AfD tagt, rotten sie sich in hellen Haufen zusammen, um gegen die einzige Oppositionspartei dieses Landes zu protestieren.

Was für ein Heldenstadt ist doch unser großes, heiliges Kölln!

Selbstredend macht gerade ihr Kuschen vor echten Kriminellen, gegen deren Import sie nicht protestiert und an die sie Teile ihrer Stadt verloren haben, unsere Engagierten in ihrem zivilgesellschaftlichen Meutenmut erst so richtig scharf; es handelt sich um eine reine Ersatzhandlung von Courage-Simulanten, denen die eigene Feigheit mindestens unterbewusst peinlich ist.

Ginge von der AfD auch nur die geringste Gefahr aus, wir hörten keinen Mucks von diesen Wichten.
(aus: Acta diurna)
Einziges, kleines Manko: warum läßt er den woelkig dahinschwätzenden Oberhirten dieser Stadt dezent aus? Dessen verquast-mehrdeutiges Geschwafel scheint inzwischen sogar dem kreuzbraven Kreuzknappen etwas auf den Senkel zu gehen ...


Endlich!

von Fragolin

Es wurde ja Zeit. Berlin ist endlich allumfassend Hauptstadt. Hauptstadt der Politversager, Hauptstadt der Pleitegeier, Hauptstadt der Flughafenvermurkser, Hauptstadt der aggressiven Linksradikalen, Hauptstadt der Deutschmuslime und nun auch Hauptstadt des Verbrechens, was jetzt aber absolut gar nichts miteinander zu tun hat.

Nach den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg ist Nordrhein-Westfalen der Flächenstaat mit der höchsten Kriminalitätsrate.“

Ha, und was haben alle vier gemeinsam? Ich meine, abgesehen davon, dass sie bereicherte Verbrechenshotspots, Pisaversager, megapleite und komplett heruntergewirtschaftet sind? Genau, alle werden konsequent von Rot-Grün regiert. Eine scheinbar wahrlich erfolgversprechende Konstellation.
Na dann, liebe Deutsche, wählt nur brav den Messias aus (haha) Nordrhein-Westfalen nach Berlin, damit er sich dort mit Katrin Göring-Eckardt und Sarah Wagenknecht zu einem wahrhaft fruchtbaren flotten Dreier vereinigen kann. Damit ganz Deutschland die Kriminalitätsrate und den Pleitepegel Berlins erreicht.
Wir schaffen das!

Nachtrag: Ach ja, Hauptstadt des Mülls und der Ratten ist Berlin inzwischen auch.

Freitag

von Fragolin

Naja, das war ja gestern wieder ein interessanter Tag voller Meldungen, über unsere Lieblingsmigranten, unsere Lieblingsreligion und unsere Lieblingspolitiker.

Eine kleine Zusammenfassung habe ich hier zubereitet.

Und was wurde eigentlich aus ...

... der kleinen Kaia Gerber?

Also aus jenem hübschen, jungen Mädel, das vor etwas über einem Jahr die Gemüter diverser KommentarposterInnen auf diesem Blog erregte? Nun: bezaubernd hübsch wie eh und je, und neben ihren brav absolvierten Schulzeiten durchaus erfolgreich im Model-Business unterwegs.





Also: alles im grünen Bereich! Aus der Kleinen wird schon was ...



P.S.: wer Anfang April in St. Barts urlaubte, und nicht wußte, was für ein hübscher Standhüpfer da im roten Badeanzug unterwegs war: jetzt weiß er's ...


Freitag, 21. April 2017

Wintereinbruch




Man zeigt uns "die Instrumente"

... wie das im Jargon der Inquisitoren seinerzeit so schön hieß. Heute natürlich andere als anno dazumal, und es geht auch nicht darum, eine "Rechtfertigung durch gute Werke" zu bekennen (bei Katholen) oder zu verdammen (bei Protestanten), sondern darum, dem Götzen "Finanzsystem" willfährig zu opfern:
Grazer Bäckerei schafft das Bargeld ab

In Graz wurde das erste bargeldlose Geschäft Österreichs eröffnet. Es ist nur Kartenzahlung möglich.
21.04.2017 um 12:07

Was in skandinavischen Ländern schon längst Usus ist, startet jetzt auch in Österreich. In Graz hat am Freitag das erste bargeldlose Geschäft Österreichs aufgesperrt. In einer Filiale der Bäckerei Martin Auer kann man ausschließlich mit Kredit- oder Bankomatkarte bezahlen. Das Unternehmen will den Schritt nicht als "Wunsch nach einer generellen Abschaffung des Bargeldes verstanden wissen", sondern weist vor allem auf die Zeitersparnis und die Minimierung von Fehlerquellen hin.
(Hier weiterlesen)
Na klar! Es geht nur um Fehlervermeidung! Nicht um die Einführung des gläsernen Bürgers durch die Hintertüre, nicht um das Geschäft mit "Big Data" ... abernichtdochogottwerdenktdennansowas!

Ein Kommentarposter fand dazu die richtige Antwort:
zyks
wenn er mein geld nicht mag - bargeldlose transaktionen sind für mich eine qual. sollte ich wieder einmal in seine filiale kommen, packe ich die sachen in den einkaufskorb - und liefere es bei der kasse ab. wenn er dann kein bargeld annimmt, gehe ich halt ohne waren durch. das einräumen überlasse ich seinen angestellten.

wenn das mehrere machen, bin ich mir sicher, dass das konzept bald baden geht. 
Chapeau! Touché! Außerdem ist das ganze natürlich (Libertäre bitte weghören!) mehr als zweifelhaft in seiner Legalität, wie der anschließende Thread beweist:
hwolf13
Dachte, dass in AT die Geschäfte verpflichtet sind Bargeld anzunehmen. Ist dem nicht so? Weiß da jemand die gesetzliche Lage?

Mike Black
Ja und nein. Es besteht die Verpflichtung Euro-Bargeld anzunehmen. Das ist im Scheidemünzengesetz §8 geregelt.
Der Bäcker hat aber keinen Kontrahierungszwang. Er muß Ihnen also nichts verkaufen wenn er nicht möchte. Und wenn Sie auf Bargeldbezahlung bestehen will er halt einfach nicht.
Somit ist es legal.

Schnauzerone
scheint strittig zu sein, siehe NahversorgungsG

andi102
Nein sind sie nicht. Er muss dir ja nichts verkaufen. Übrigens finde ich auch positiv, dass das unhygienische bargeld nicht mehr mit meiner semmel in kontakt kommt (via verkäuferhand)

carullus
Doch, muss er. Gewerbliche Letztverkäufer sind verpflichtet Waren, die den notwendigen Bedürfnissen des täglichen Lebens dienen, an Verbraucher in Haushaltsmengen abzugeben (Kontrahierungszwang), siehe § 5 NahversorgungsG. Die unbeschränkte Annahmeverpflichtung für Banknoten ergibt sich dann aus § 61 Nationalbankgesetz.

Toast
"... das unhygienische bargeld ..."
Ich nehme an sie ziehen sich auch Handschuhe an um ihr Smartphone zu bedienen?

Kalliste
ja, wenn man sich die Tastaturen bei so manchen Bankomaten und Einzahlungsautomaten anschaut ... uhi, da musst kein Phobiker sein um das ekelig zu finden ... 
Aha. Wenn sich bspw. ein Bäcker weigert, für eine Schwulen-"Hochzeit" eine "Hochzeits-"Torte mit GayPride-Symbolen verziert zu backen, dann wird er per Vorwurf eines "Haßverbrechens" kriminalisiert, durch Medienpogrom zum Aussätzigen gestempelt, und durch "Schadenersatz"-Klagen wirtschaftlich plattgemacht: Aber wenn ein Bäcker in seinem Geschäft einfach verfügt, daß sich die Oma gefälligst eine Bankomat- oder Kreditkarte anschaffen soll, wenn sie ein Semmerl haben möchte, und wenn ihr das nicht paßt, sie doch, mit Verlaub, halt schei*en gehn soll, dann ist das okay?

Sorry: da stimmt doch was nicht ...





Unreformierbar

von Fragolin

Die Chefin des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger hatte das ehrgeizige Ziel, das System zu reformieren. Erwartungsgemäß scheiterte sie an der typisch österreichischen Betonitis. Denn, wie es im Artikel so schön heißt:

Kritiker Rabmer-Kollers begründen ihr Scheitern auch mit ihrer Unfähigkeit, Unterstützer für Reformen innerhalb der Sozialversicherungen zu finden. "Sie hätte eben die Bundesländer motivieren und ins Boot holen sollen", heißt es.“

Genau das ist das Problem. Wenn man das Gesundheitssystem bezahlbar machen möchte und mit Zwangsbeiträgen und Steuergeld der hart arbeitenden Menschen sorgfältiger umgehen, dann rennt man bei den Angestellten des Volkes nicht etwa offene Türen ein sondern prallt gegen eine meterdicke Teflon-Schicht. Da muss man die Politik erst „motivieren“, genau das zu tun, wofür sie eigentlich mit üppigen Steuergeldbeträgen gemästet wird, nämlich im Sinne der Steuerzahler Reformen zu unterstützen.

Das Versagen sehe ich nicht bei Frau Rabmer-Koller, sondern bei der Politik.
Österreich ist unreformierbar.

Daily News

von Fragolin

Ich liebe „google news“. Da werden die wichtigsten Schlagzeilen aufbereitet und vorsortiert, damit man nur die wichtigen Sachen erfährt. Da muss man als Medienkonsument nicht mehr denken und weiß, was Wichtiges passiert in der Welt, denn was aussortiert wurde ist ja unwichtig, oder?

Was wurde denn gestern so alles berichtet und was nicht?

Schauen wir mal hier.

Leckere Schnitte!





Donnerstag, 20. April 2017

Na, geh! Da bin ich jetzt aber baff!

Zahl der Gewalttaten durch Zuwanderer gestiegen
19.04.2017
Die Gewaltkriminalität in Deutschland ist offenbar durch Straftaten von Zuwanderern im Jahr 2016 gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Recherche der "Zeit".

In Bayern waren demnach von allen registrierten Gewalttätern 20 Prozent Zuwanderer, in Baden-Württemberg 18,5 Prozent, in Nordrhein-Westfalen 12,1 Prozent, in Niedersachsen 10,8 Prozent. Die Recherche beruht auf einer Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistiken aller 16 Bundesländer, sowie auf gezielten Fragen an die für die Datenerfassung zuständigen Landeskriminalämter.
Fast alle Bundesländer haben der Zeitung übereinstimmend bestätigt: Ohne die Straftaten von tatverdächtigen Zuwanderern wäre die Gewaltkriminalität 2016 nicht gestiegen.
(Hier weiterlesen)
Also, Hand aufs Herz: wer hätte das bloß gedacht ...?!


"Österreich: Demontage der Demokratie durch die Etablierten"

... lautet ein Zwischentitel in einem überaus lesenswerten Artikel Unterbergers über "Populismus" und den von ihm eingeleiteten Wandel der Parteienlandschaft:
Eine Reihe exzellenter Autoren hat soeben einen Sammelband zum Thema "Populismus" veröffentlicht. Auch ich durfte mich zu diesem Kreis gesellen und habe dort einen Beitrag veröffentlicht, aus dem in der Folge einige Passagen zu lesen sind. Das Buch heißt: "Populismus: Das unerhörte Volk und seine Feinde" Es ist von Christian Günther und Werner Reichel im Verlag Frank&Frei herausgebracht worden. 

Politik und Medien, aber auch die sogenannten politischen Wissenschaften wimmeln seit jeher von Kampf-Vokabeln, die alle dieselbe Eigenschaft haben: Je näher man sie untersucht, umso vager und unschärfer werden sie. Sozial, liberal, demokratisch, konservativ, links, rechts, national, heimatverbunden, europäisch, internationalistisch, revolutionär, christlich, Recht-und-Ordnung-orientiert – fast unendlich lässt sich die Reihe dieser Kampfbegriffe fortsetzen. Jeder von ihnen trägt einmal eine positive, einmal eine negative Konnotation. Bei jedem dieser Begriffe gibt es fast so viele gefühlte Bedeutungen und formulierte Definitionen wie Menschen, die sie verwenden. Je nachdem, ob man sich selbst beschreibt oder politisch-ideologische Gegner. 

Ganz besonders stark ist dieses Phänomen bei dem im neuen Jahrtausend im Politjargon populär gewordenen Begriff „populistisch“ zu beobachten.
Dringende Leseempfehlung!

Es ist immer erfreulich

... auch Menschen, die einer doch ganz anderen politischen oder weltanschaulichen Richtung angehörten, ehrend gedenken zu können. Vor drei Tagen war der hundertste Geburtstag von Frau Dr. Martha Kyrle Anlaß eines Artikels, heute ist es, wie an jedem 20. April, das Gedenken an die Wiederkehr des Geburtstages des ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten Dr. Adolf Schärf, welchem aus dem Anlaß eines "runden" Gedenktages auf diesem Blog bereits ein Artikel gewidmet war.

Vielleicht ist es ja ein bloß "nostalgisches" Interesse, das LePenseur bewegt, eines feinen "Gentleman der alten Schule" zu gedenken, war Schärf doch quasi "der" Bundespräsident seiner Kindertage. Wie dem auch sei: Schärf wußte sein hohes Amt ebenso mit Bescheidenheit wie mit Würde auszufüllen (worin er seinem unmittelbaren Amtsvorgänger, Theodor Körner, ähnlich war), mit einer natürlichen, wie selbstverständlichen Würde, die wohl keiner seiner Nachfolger, nicht einmal der medial stets ehrfuchtsvoll hofierte Rudolf Kirchschläger, auch nur annähernd erreichte (an die deplorable Gegenwart wollen wir dabei gar nicht denken) ...


Die röteste aller Linien…

...nochmal im Fokus. 

 von Fragolin

Oder besser, im „Focus“ aus 2009, als Schießbefehl gegen Aufständische und Todesstrafe in der EU durch den Lissabon-Vertrag erlaubt wurden.
Das zum Thema Todesstrafe und EU wären unvereinbar. Wetten, dass selbst bei deren Einführung in der Türkei die Beitrittsverhandlungen weiterlaufen werden?

MONEY: Ein anderes Argument aus Kreisen der EU-Kommission lautet, der Passus wäre drin, um auch Staaten wie die Türkei aufnehmen zu können.

Schachtschneider: Das ist doch grotesk. Als Gemeinschaft müssten wir doch sagen, wir nehmen keine Länder auf, in denen Menschen getötet werden dürfen, und nicht umgekehrt.“

Bitte klarmachen: Die Aufnahme der Türkei galt damals schon als Ausrede.
Also, was wird folgen?
Die dreistete aller Lügen? Für die dümmsten aller Wahlschafe? Und für die, die da nicht mitmachen wollen: die tötesten aller Gegner?

New Deal

von Fragolin

Das hatten sich einige wohl anders vorgestellt mit dem „New Deal“. Der bislang Ungewählte schaltet erstaunlich früh für einen Neuwahlverweigerer in den Wahlkampfmodus, der erwartbar bei ihm ein reines Showprogramm darstellt, und geht Pizzen verkaufen. Ob er für die Auslieferung der Salamifladen vom Kurzen Basti das Geilomobil geborgt hat, ist nicht übermittelt. Auch nicht, ob er die Dienste eines abgehalfterten Taxlers dafür in Anspruch genommen hat.

Besonders kauzig an der Selbstdarstellung unseres Slim-Fit-Models ist ja die Begründung der Parteizentrale für diesen billigen linkspopulistischen Aktionismus: man wolle mit solchen „Zuhör“-Aktionen um die „Mittelschicht“ kämpfen.

Also jetzt mal ganz ehrlich:
Erstens klingt „Zuhör!“ wie „Lies!“, und ich hoffe doch der Fahrdienstleiter steht nicht morgen am Hauptbahnhof und lässt sich filmen, wie er ÖBB-Fahrplanbücher verteilt. Und zweitens ist die statistische Wahrscheinlichkeit, beim mittäglichen Pizzen ausfahren auf eine durchschnittliche Mittelschichtfamilie zu treffen und nicht auf vor der Glotze abhängende Brennpunktfamilien oder blasse Nerds und Gamer eher überschaubar. Schon weil der Mittelschichtler den ganzen Tag um den Verbleib in jener sozialen Region kämpfen muss und frühestens am Abend Zeit für eine Pizza hätte.

Können die Roten überhaupt noch definieren, was für sie die „Mittelschicht“ ist? Die etwa 20% der in Österreich lebenden Menschen, die wertschöpfend und nettosteuerzahlend den ganzen Laden bezahlen und sich ausgerechnet von den Roten damit permanent dem Generalverdacht der Abgabenmanipulation und geradezu diebstähligen Eigentumsaneignung durch die ihnen gnädig überlassenen Bruchteile des selbst erarbeiteten Geldes aussetzen, können damit kaum gemeint sein, denn keiner von denen will nach einem langen schweren Arbeitstag, sollte er sich doch einmal dazu aufraffen einen Teigfladen zu bestellen, diesen auch noch ausgerechnet von einem Vertreter jener steuergeldgemästeten Aussacklerpartie an die Haustür geliefert bekommen, an die man zum wohlverdienten Feierabend nicht einmal denken möchte. Schon des Appetites wegen.
Also spätestens wenn der lebenslang von Steuergeld Lebende nach der Aushändigung einer Pizza die Hand aufhält, um auch noch vom Nettorestgeld die Rechnung zu kassieren und vielleicht noch eine Maut dazu, kann er froh sein, wenn er die Paradeistorte nicht als Reaktion auf die Verhöhnung seiner Untertanen ins Gesicht bekommt. Ja, auch wir können Slapstick.

Und deshalb noch eine kleine Anmerkung von mir zu dem denkwürdigen Sager des Showkanzlers:

Leider kommt ja selten einer von euch bei mir im Bundeskanzleramt vorbei."

Oooch, nichmal mit dem kleinen Mozzarella-Frisbee?
Könnte daran liegen, dass dich keiner sehen will. Ob es dann eine gute Strategie ist, sich als arbeitender Mensch verkleidet in die Wohnungen seiner Opfer zu schleichen, wird sich zeigen.
Ich werde in nächster Zeit vorsichtshalber weder Essen bestellen noch Handwerker rufen...

Wauwau!

von Fragolin

Unser Bundesinnenminister, der immer mehr den harten Hund spielen will und dabei so ein bisschen wie das Abziehbild seines deutschen Amtskollegen wirkt, haut mal wieder so richtig mit Wattebällchen auf den Gummitisch.
Er will, knallhart wie er ist, den Doppelstaatstürken mal so richtig in die Parade fahren und ihnen neben dem Entzug der österreichischen Staatsbürgerschaft eine Geldstrafe bis zu 5.000 Euro aufbrummen.

Die erwartbaren Reaktionen folgen mit der Zuverlässigkeit eines pawlowschen Sabberns nach dem Glöckchenklang. Neben den vielen schenkelklopfenden Hurrarufen vom Boulevard, jetzt endlich denen Kante zu zeigen, die illegal zwei Staatsbürgerschaften besitzen, natürlich auch das empörte Aufjaulen jener, die Angst um Wählerstimmen haben, wenn man deren Klientel durchleuchtet.

Wer die österreichische Staatsbürgerschaft beantragt, obwohl er widerrechtlich nicht nur eine andere Staatsbürgerschaft besitzt sondern diese auch über die Zurücklegungsfrist hinaus behält bzw. nach Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft rechtswidrig eine andere (wieder) annimmt, verstößt bereits jetzt gegen geltendes Recht und begeht eine Verwaltungsübertretung gemäß dem Staatsbürgerschaftsgesetz.

Und was sieht dieses Gesetz jetzt vor, wenn jemand eine solche Verwaltungsübertretung begeht?
Fragen wir doch mal das Bundeskanzleramt:

§ 63c. (1) Wer in einem Verfahren zum Erwerb der Staatsbürgerschaft oder in einem Verfahren zur Ausstellung von Bestätigungen oder sonstigen Urkunden vor der zuständigen Behörde wissentlich falsche Angaben macht, um sich die Staatsbürgerschaft oder die Ausstellung einer Bestätigung oder sonstigen Urkunde in Angelegenheiten der Staatsbürgerschaft zu erschleichen, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist mit Geldstrafe von 1 000 Euro bis zu 5 000 Euro, im Fall ihrer Uneinbringlichkeit mit Freiheitsstrafe bis zu drei Wochen, zu bestrafen. Wer diese Tat begeht, obwohl er wegen einer solchen Tat bereits einmal rechtskräftig bestraft wurde, ist mit Geldstrafe von 5 000 Euro bis zu 15 000 Euro oder mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Wochen zu bestrafen. Der Versuch ist strafbar.“

Och nö. Ehrlich?
Frage an den Herrn Innenminister: Wenn es bereits eine rechtliche Grundlage gibt, um Menschen, die sich die Staatsbürgerschaft erschleichen bzw. betrügerische Angaben in Bezug auf die Staatsbürgerschaft machen, ja, das auch nur versuchen, mit bis zu 5.000 Euro zu bestrafen, warum wird das bisher nicht gemacht? Wer ist eigentlich für das Exekutieren der Gesetze verantwortlich, Herr Innenminister? Und warum will der, der dafür verantwortlich ist, es aber nicht tut, jetzt irgendwas fordern, was es eh schon gibt, er aber sowieso nicht exekutiert? Um dann das neue Gesetz, das die gleiche Strafe androht wie das bestehende, auch nicht zu exekutieren?
Was soll das bringen? Genau: gar nichts. Ist wie das Plärren nach einem neuen Fremdenrecht, wo doch das alte nicht angewandt wird. Oder eine Million Verwaltungsübertretungen durch illegales Überschreiten der Grenze – und? Irgendwelche Strafen? Nein, die gab es erst für legal Einreisende, die ihren Pass vergessen hatten. Wegschmeißen wird bis heute nur belohnt.

Ein bisschen herumstolzieren, Kinn vorschieben und bad cop spielen, sich medial als knallharter Bursche in Stellung bringen, Sprüche klopfen – und nichts tun. Ist das jetzt die interne neue Parteilinie der ÖVP, um vom Mitterlehnerschen unterwürfigen Schleimkriechen zum Kurzschen Großsprech ohne Folgen umzuschwenken?

Ach ja, da wir beim Staatsbürgerschaftsgesetz sind, da gibt es noch ein Schmankerl:

§ 64. Wer sich unter Berufung auf eine gemäß § 63c Abs. 1 erschlichene Staatsbürgerschaft, Bestätigung oder Urkunde soziale Leistungen, insbesondere Leistungen einer Kranken-, Unfall- oder Pensionsversicherung oder Leistungen aus dem Titel der Sozialhilfe, in Anspruch genommen hat, ist vom Gericht mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. Wer soziale Leistungen in Anspruch genommen hat, deren Wert 3 000 Euro übersteigt, ist vom Gericht mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.“

Ui, wenn wir da jetzt mal anfangen, zu durchleuchten, müssen wir die Gefängnisse ausbauen und haben bald genauso viele Türken einsitzen wie der osmanische Größenwahnsinnige himself.

... (k)ein ewiger Bund zu flechten ...





Mittwoch, 19. April 2017

Historischer Exkurs über Wahl- und Losverfahren

Ein exzellenter Artikel über die Mischung von Wahl- und Losverfahren bei der Bestellung der Dogen von Venedig findet sich zu Ostern auf dem wie stets lesenswerten Löwenblog von Marco Gallina:
Bereits vor einem Monat erschien ein Artikel im Cicero, welcher darauf hinwies, dass das Losverfahren in einer Demokratie keine Alternative sei. Der Vorstoß zum Losverfahren geht auf den belgischen Historiker David van Reybrouck zurück; dessen Buch „Gegen Wahlen“ hatte eine kleine Debatte in der Medienlandschaft ausgelöst. Auf der Verlagsseite findet sich diese Zusammenfassung samt Video.

Zugegeben: ich habe mich nicht mit van Reybrouck beschäftigt und besitze auch das Buch nicht; aber es soll ja hier auch weniger um den Historiker gehen, als um den verlinkten Artikel. Und mit den Republiken Venedig und Florenz kennt sich der Verfasser dieses Beitrags wiederum recht gut aus ...
Um den Lesern dieses Blogs (neben den Artikeln des stets fleißigen Kollegen Fragolin) außer Strand-, Oster- und sonstige Hasen noch Futter fürs Hirn, und nicht bloß für die Augen zu bieten: Leseempfehlung!

Was immer Sie über Dogenwahlen wissen wollten, und sich bisher nicht zu fragen betrauten: bei Marco Gallina werden Sie geholfen!


„Aufstand für den Frieden“

Markige Worte eines systemdienenden Oberhirten:
Zu einem „Aufstand für den Frieden“ hat Bischof Franz-Josef Overbeck zu Ostern die Christen aller Konfessionen aufgerufen und dies mit einer klaren Forderung verknüpft: „Dazu werden wir unsere Gewohnheiten ändern und unsere Denkmuster erneuern, Nostalgie und falsche Sehnsucht nach einer geschlossenen Heimat mit Grenzen aus uns tilgen und zugleich Mut zu einer offenen Gesellschaft und einer offenen Kirche aufbringen müssen“, fordert Overbeck in einer für ihn nicht untypischen, recht gebieterischen Wortwahl.
Quelle: WAZ
Blogger Luzifer-Lux findet zu dieser Ansage nicht ganz unverständlich gallige Worte:
Noch so ein Kuttengeier, der seinen Schäfchen rät, was er selbst nicht einzuhalten gedenkt. Overbeck wird in einer vom Steuerzahler, und somit auch von allen Nichtchristen, finanzierten gepanzerten Limousine durch die Gegend gefahren, wohnt in einer ebenfalls vom Steuerzahler finanzierten abgesicherten Villa und meidet auch sonst Orte, die er seinen Schäfchen eiseskalt wärmstens empfiehlt. 
"Kuttengeier" ist ein gar treffliches epitheton ornans, das man sich merken muß ...


Das Schlimme am Türkei Referendum ist doch

...  daß es überhaupt stattfand.

Karl Eduard at his best.

Chapeau! Touché!

Bundesrepublik Schilda

von Fragolin

In Schilda musste das Licht mit Körben in das neue Rathaus getragen werden, weil die Schildbürger vergessen hatten, Fensteröffnungen in den Mauern zu lassen.

Und der renitente Bauer will das einfach nicht verstehen, beugt sich aber, weil es sonst zur Zwangsvollstreckung käme, und wie wir aus Erfahrung wissen, kann die Strafe für Verweigerung der GEZ-Zahlungen schon mal härter ausfallen als jene für eine versuchte Vergewaltigung.
Und so zahlt er brav Rundfunkgebühren für einen Kuhstall, in dem es nicht einmal eine Steckdose gibt. Hoffentlich steigt ihm jetzt nicht auch noch der Tierschutzverein aufs Dach und fordert das Nachrüsten der Ställe mit Radio und Fernsehen, weil auch Tiere ein Recht auf Musik und Vollverblödung haben.
Bezahlt ist es ja schon.

Als nächstes könnte man in der Bundesrepublik Schilda darüber nachdenken, einen erzwungenen Internet-Highspeedanschluss in jeder Betriebsstätte zu fordern. Dann könnten die Kühe auch surfen oder Spiegel online lesen oder im „Standard“ kommentieren oder sich über „Palmers“-Werbeplakate auf Facebook echauffieren. Immerhin scheinen das schon heute einige zu tun, und das würde die anderen ja diskriminieren...

Einen Nachschlag zum "Osterhöschengate"

... liefert uns DiePresse:
Es war bestimmt kein besonders angenehmes Osterwochenende für den 103 Jahre alten Wäschehersteller Palmers. Eines seiner Werbesujets sorgte ab Samstagabend für Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Zeitungen wie die "Krone" übertrieben freilich, als sie von einem "heftigen Shitstorm" berichteten, gegen den das Unternehmen zu kämpfen hätte. Stimmt schon, es gab Aufregung, dazu gleich mehr, aber heftig sieht anders aus. Dennoch lohnt es sich, das "Osterhöschengate" genauer zu betrachten. Weil es einerseits sehr schön demonstriert, dass wir bei der  Wahrnehmung von Geschlechterbildern in der Werbung sensibler geworden sind - und andererseits, dass Werbung nicht gleich Werbung ist.
Es folgt ein "a bisserl" feministisch-verklemmter Monolog über Fraubild, geänderte Zeit, und überhaupt und außerdem. Das übliche Theater halt. Und, dankenswerterweise wird auch das berühmte Palmers-Photo aus 1997 zum Vergleich abgebildet:


Und schon damals gerieten die üblichen Verdächtigen in Schnappatmung und Schaum vor dem Mund. Business as usual, also ...

Wie schrieb ich gestern? Tant de bruit ...

Vergesst Facebook

von Fragolin

Endlich finde ich in einem extrem weitreichenderen Medium als meinem kleinen Nischenblog einen Bruder im Geiste, der ganz meine Meinung zum Fratzenbuch teilt:
Vergesst es, so zu tun, als würde allein Facebook die Möglichkeit der Kommunikation bieten, als würde von Zuckerbergs Gnade unser aller Wohl und Wehe abhängen und der Maaslose Kampf gegen die Meinungsfreiheit bereits gewonnen sein, wenn er erstmal durch unverschämte Drohungen einen amerikanischen Konzern zu Löschorgien führen.

Was uns fehlt ist eine Vernetzung, ähnlich der „Verbrüderung“ zwischen LePenseur und mir, Fragolin, die unabhängig von als „sozialen Netzwerken“ getarnten amerikanischen Datenkraken funktioniert und selbst beim Ausfall des Einen auf der Plattform der Anderen weiterläuft. Texte gehören nicht ins Facebook, höchstens Verlinkungen. Und wenn das Fratzenbuch nicht mehr mitspielen will, kann man twitter oder whatsapp nutzen oder einfach nur das Netzwerk ausbauen, um Verlinkungen weiterzureichen.

Ich habe kein Facebook-Profil, bin kein Zwitscherbudenfan und whatsappe auch nicht. Und weil glücklich verheiratet bin ich auch weder bei love.at noch tinder zu finden. Es geht! Man kann ohne diesen ganzen täglichen Datenstriptease vor geifernden Werbefahndern leben und trotzdem mit anderen Menschen kommunizieren oder seine Standpunkte im Netz veröffentlichen.
Vergesst Facebook.

Tant de bruit pour une omelette ...

Das schlug dem Faß die KRONE ins Gesicht!

Baumgartner: Tiefschlag gegen Puls-4- Moderatorin

18.04.2017, 13:29
Der österreichische Unterwäschehersteller Palmers hat am Osterwochen- ende, wie berichtet, mit einem heftigen Shitstorm in den sozialen Netzwerken zu kämpfen gehabt. Nun meldet sich auch noch der einstige Extremsportler Felix Baumgartner zu Wort - und beleidigt in diesem Zusammenhang prompt Puls-4-Infochefin und -Moderatorin Corinna Milborn.
(Hier weiterlesen
Schrecklich! Und was hat er geschrieben? Das hier:


Nun, wer "Figur" bloß auf die leibliche Fülle*) besagter Frau Milborn bezogen versteht, der wird der feinen Ironie des Herrn Baumgartner nicht gerecht! Ich beziehe mit ihm das Wort "Figur" eher auf die insgesamt eine ziemlich unerträglich gutmenschelnde, stets zeitgeist-windschlüpfrige Empörbereitschaft zeigende ... ähm ... Figur einer Art von "Privat-TV", die alle Unarten des Volksverblödungs- & Gouvernanten-TV der "öffentlich-rechtlichen" Sender mit den ausufernden Werbeblöcken der Privaten auf entnervende Art zu vereinen weiß.

Doch kommen wir auf den "Shitstorm" zurück, der Palmers in die Knie zwingen sollte: was, bitteschön, soll der Blödsinn? Daß kesse Lingerie an jungen, schlanken Körpern besser aussieht und werbewirksamer ist, als an zellulite-geplagten Tonna-Madonnas, sollte eigentlich einleuchten. Daraus, wie Frau Milborn, den Vorwurf zu destillieren, daß "Palmers mit einer Ästhetik werbe, die an Menschenhandel erinnere", verdient als Antwort einfach ... Gelächter. Oder eben ein Posting wie das Baumgartner'sche. Tertium non datur.

Nein, liebe Leutchen von Scheiße-Stürmer-Niveau: Ihr könnt getrost davon ausgehen, daß eine seriöse Unterwäschefabrik wie Palmers nicht Menschenhandel betreibt. Wenn Ihr daran zweifelt, könnt Ihr dies im Wege einer Anzeige den Polizei- und Justizbehörden besser mitteilen, als durch Bot-Attacken in den "sozial" genannten, und von euch höchst asozial mißbrauchten Netzen.

Felix Baumgartner braucht keinen Succurs in dieser Sache: der sitzt als Millionär in LA und läßt sich's gut gehen. Ihn wegen eines nicht gerade zartfühlend mit Frau Milborns Leiblichkeit umgehenden Postings allerdings mit Kommentaren à la:
Würde man beim Baumgartner-Felix das Depperte wegschneiden, bliebe nur die Ray Ban übrig.
oder
Schreibt ma "Baumgartner" mit einem Trottel oder mit zwei?
anzugeifern, läßt die Frage aufsteigen, ob diese Äußerungen, die sich nicht bloß auf einige Kilo zuviel (die für die Betreffende vielleicht lästig, aber nicht ehrenrührig sind) beziehen, sondern ihm ganze IQ-Klassen zu wenig unterstellen, nicht doch um einiges untergriffiger sind als das, was Baumgartner geschrieben hat.

Mir ist schon klar, daß derlei Überlegungen angesichts des Schaums vor dem Mund, mit dem unsere Femi-Nazis & -Nazissen "argumentieren" (recte: losplärren), wohl sinnlos vergeudete Lebenszeit des Blog-Autors darstellen. Und dennoch, wie schon Ludwig von Mises sich's als Motto erwählte: Tu ne cede malis, sed contra audentior ito ...


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*) wie man sie bspw. hier bewundern kann.
 

Die tötesten aller Menschen

von Fragolin

Also mal ehrlich, ich bin immer wieder erstaunt, wie ausgerechnet jene progressiven Kräfte und intellektüllen Vorkämpfereliten der Großen Weltrevolution, die uns bei jeder sich anwanzenden Gelegenheit als Tatsache verhökern wollen, dass unsere ganze Realität nur konstruktivistisch im eigenen Mentalkäfig zusammengehäkelt wird, und das ausgerechnet aus reiner Wortwolle, genannt „Sprache“, nicht einmal ansatzweise in der Lage zu sein scheinen, solche auch nur halbwegs sinngebend zu verwenden.

Wenn, wie im „Standard“ berichtet, die EU-Kommission einen „Sprecher“, also einen für Medienarbeit und Wortwahl Qualifizierten und hoffentlich nicht durch Verschulzung zu seinem Posten Gekommenen, heraustrompeten lässt, die Todesstrafe wäre "nicht nur eine rote Linie, sondern die röteste aller roten Linien" ..dann stellen sich mir die Zehennägel auf. Das hat was vom guten alten Werbespruch „weißer als weiß“. Roter als rot. Was für ein sprachlicher Nonsens!

Und inhaltlich sieht es auch nicht besser aus.
Welche „rote Linien“ gibt es denn? Bisher doch nur die Weigerung, sogenannte „Flüchtlinge“ importieren zu lassen. Und da hat die Türkei ja jetzt keine Probleme, ist sie ja ein reines Migrations-Exportland für die EU.

Es gab keine „rote Linie“ als kurdische Bergdörfer in der Türkei von der türkischen Luftwaffe bombardiert wurden und die türkische Regierung eigene Staatsbürger als Kollateralschaden schulterzuckend zur Kenntnis nahm. Wie es da mit den „europäischen Werten“ in puncto Umgang der Obertanen mit aufmüpfigen Untertanen aussehen muss, kann sich gern jeder selbst rückschließen. Jedenfalls ist das Bombardieren von Dörfern auf dem eigenen Staatsgebiet keine „rote Linie“.

Es gab auch keine „rote Linie“ als der laufende türkische Genozidversuch an den zugegeben in ihren Mitteln auch nicht feinsinnigen Kurden das türkische Staatsgebiet verließ. Die meisten türkischen Offensiven in Syrien und Irak galten nämlich nicht den IS-Schergen oder Al-Nusra-Terroristen, sondern genau jenen Kurden, die als Verbündete der internationalen Allianz gegen den IS kämpften. Übrigens auch keine „rote Linie“ der Nato, wenn deren Verbündete bombardiert und deren Gebiete feindlich besetzt werden. Weder Nato noch EU haben Probleme mit Angriffskriegen. Außer Putin spielt dabei eine Rolle, dann sieht plötzlich wieder alles anders aus. Aber das nur am Rande zum Thema bigotter Sauhaufen.

Als in der Türkei zum Frauentag Frauen, wir erinnern uns, jenes Geschlecht das in der EU sogar „positive Diskriminierung“ genießt um Buße für vergangene angebliche patriarchalische Unbill zu erfahren, gegen die bekopftuchende Radikalislamisierung auf die Straßen gingen und dann auf Geheiß des Erdowahnsinnigen mit Knüppeln, Tränengas und Gummigeschossen auseinandergeprügelt und massenweise in Haft verschleppt wurden, war auch nirgends eine „rote Linie“ zu entdecken. Klar, geht hier jemand gegen Islamisierung auf die Straße, wird auch gerne Geknüppelt und mit dem Wasserwerfer Renitentengießen gespielt. Man versteht sich.

Erst beim Einkerkerungsfuror gegen die Opposition nach der Putschposse wurde man langsam stutzig, aber irgendwie auch erst, nachdem es durchaus strunzlinke Rotzlöffel waren, die es erwischte. Eigentlich hat man mit dem Mundtotmachen von Dissidenten auch in der EU kein wirkliches Problem, nur gilt hier der Konsens, dass Linke, egal wie anarchistisch oder aggressiv sie sind, niemals Dissidenten sein können. Um als solcher anerkannt zu werden muss erst der ritterliche Schlag zum „Rechten“ erfolgen. Dann kann man auch alle Widerlichkeiten gegen jene auffahren, da passt kaum noch ein Blatt zwischen unsere Obertanen und den Sultan. Deshalb war auch dort keine wirklich „rote Linie“ zu sehen.

Und jetzt wird mit einer Verfassungsänderung die Person Erdogan faktisch zum Großsultan erhoben, das Parlament zur Jubelbude degradiert und das ganze System so einzementiert, dass einer die absolute alternativlose Entscheidungsmacht hat, die Regierung aus Speichelleckern und Erfüllungsgehilfen besteht und das Parlament nicht einmal bei Grundsatzentscheidungen mehr gefragt wird. Könnte man sich in einem EU-Land wie beispielsweise Deutschland gar nicht vorstellen, oder? Also auch dort, ganz konsequent, keine „rote Linie“.

Aber jetzt, jetzt kommt sie, und es ist nicht irgendeine „rote Linie“, nein, es ist auch nicht die „roteste“ sondern die „röteste aller Linien“: die Todesstrafe!
Keine Sorge, bis das spruchreif wird und vom Sultan durchgepeitscht und dann rückwirkend an den Unbequemen ausprobiert, die im Windschatten der Putschposse aus dem Verkehr gezogen wurden oder schon lange im Knast sitzen und deren Frage somit endgelöst werden kann, wird noch einiges Wasser durch den Bosporus strömen und in der EU interessiert ja auch morgen keinen mehr sein grammatikalisch sinnfreies Geschwätz von gestern.

Also egal. Auch wenn in der Türkei die Demokratie die töteste ist und der erste Gefangene dieser den letzten Atemzug ausgurgelnd folgt, werden bei uns die bigöttesten Demokratievortäuscher auch die freudvöllsten Beitrittsgesprächsführer bleiben. Bis der Irre vom Bosporus selbst sein Volk ausrufen lässt: Ihr Idioten da im Norden, wir wollen nicht zu euch in die depperte EU, aber ihr könnt euch anstellen und untertänigst darum bitten, dem Neo-osmanischen Reich als tributpflichtige Provinzen beizutreten. Und selbst dann ist damit zu rechnen, dass diese Verräter dem nachgeben und sofort ein Unterwerfungsgebot legen.

Die einzigen „roten Linien“ die ich befürchte, sind die Ströme von Blut, die das kosten wird. Und die Haufen von tötesten aller Menschen.

Dienstag, 18. April 2017

Johann Sebastian Bach: Kantate zu Osterdienstag, BWV 134




Nachdem Sonntagnacht ein 15-Jähriger

... unter brutalen Umständen in Duisburg auf offener Straße von einem Mob erstochen wurde, hat die Polizei nun unter anderem als Tatwerkzeug eine Axt sichergestellt. Ansonsten hüllt sich die Polizei in Schweigen und verhängte eine Art Nachrichtensperre, obwohl es noch mehrere Verletzte und Tumulte gab.

 

Ein 15 Jahre alter Junge ist in der Nacht zum Ostermontag im Duisburger Stadtteil Marxloh angegriffen worden und später im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben. Der Junge wurde von mehreren Tätern mit Messern und Axt attackiert.
 Ein Kommentarposter schreibt dazu:

Marxloh? Axt?   18. April 2017 - 02:04
Das können nur Nazis gewesen sein!

 Chapeau! Touché!

Erklärbären

von Fragolin

Der „Kurier“ jubelt:

Ein gutes Drittel der Österreicher für Aufnahme weiterer Flüchtlinge“

Erstens: Danke für den Hinweis, dass es sich um das „gute“ Drittel handelt, so wissen wir auch, dass es „weniger gute“ oder gleich „böse“ zwei Drittel gibt.

Zweitens: Dass diese zwei Drittel die Mehrheit bilden und gegen die Fortsetzung der Idiotie der Belohnung des Schlepperunwesens durch Hätschelung derjenigen Schlepperkunden, die erfolgreich verfrachtet wurden, voten.

Drittens: Geht es bei der Frage eigentlich nicht um „weitere Flüchtlinge“ sondern ganz klar um die umzuverteilenden bereits in der EU befindlichen Asylanten, wegen denen der Kernige gerade eine lächerliche Posse mit Brüssel gespielt hat.

Man kann feststellen, dass bereits die Überschrift bewusst manipulativ formuliert ist. 36% ist nicht ein „gutes Drittel“ sondern „mehr als ein Drittel“, man hätte also das Ergebnis mengenmäßig aufwerten können, hat aber durch Verwendung des Wortes „gut“ lieber eine moralische Aufwertung gewählt. Es sind genau jene subtilen Formulierungen, die Meinungen beeinflussen. Und es geht nicht um die Aufnahme „weiterer Flüchtlinge“ sondern der 2000 Österreich von der EU zugewiesenen Asylanten. Und nur um diese. Bei „Flüchtlingen“ allgemein sind wir nämlich von dem „guten“ Drittel weit entfernt.

Aber besonders putzig finde ich dann die Erklärung des Erklärbären des Umfrage-Institutes:

"Die Wähler hören ja, was ihre ,Vertreter‘ wie Sobotka oder Doskozil zu diesem Thema sagen. Und es gibt nach wie vor eine gewisse freiwillige innere Disziplin, dem Gesagten auch Folge zu leisten."

Hat der Demokratie überhaupt begriffen? Die Wähler plappern also nur nach, was ihre „Vertreter“ vorplappern??

Kleine Nachhilfeminute zum Thema Demokratie: In einer Demokratie wählen die Menschen jene Politiker, von denen sie sich am Besten vertreten fühlen. Deshalb wenden Politiker ihre Aussagen im Wind der Meinungsströme der Mehrheit. Sprich: Nicht die SPÖ- oder FPÖ-Wähler plappern das Reden ihrer „Vertreter“ nach sondern die Leute wählen SPÖ oder FPÖ, weil deren Politiker diese Position haben.

Man kann ja auch etwas anderes herauslesen: Gegner der Willkommensduselei wählen gleich FPÖ, viele ehemalige ÖVP-Wähler haben das zahnlose Geschwurbel des Herrn Kurz durchschaut und wählen lieber gleich FPÖ und viele SPÖ-Wähler fallen noch immer auf die Propaganda der Medien herein, die ihnen die Roten besonders nach der Posse Kerns als Gegner der Flüchtlingspolitik verkaufen wollen, wohl wissend, dass es hinten herum ganz anders abläuft und sich Rot nicht von Grün unterscheidet, wo sich die Fans versammelt haben.

Und weil es in einem freien Land die freie Wahl gibt, kaufe ich auch keinen „Kurier“.

Die Schlepperhelfer

von Fragolin

DAS muss man sich mal geben. Die Schlepperhelfer bezeichnen sich als „private Seenotretter“. Das hat was. Denn immerhin werden die Menschen nicht aus Seenot gerettet, sondern am vereinbarten Übergabepunkt aus maroden Schlauchbooten gefischt und statt an die naheliegende schützende Küste quer über das Mittelmeer an die entfernte europäische Küste verbracht. Und während der illegale Fährverkehr für die gutgläubigen Käufer einer Schlepperdienstleistung als Teil der Schlepperdienstleistung konzertiert aufrecht erhalten wird, fordern diese (nicht selten auch von dieser finanzierten) Beschaffungsorganisationen für Nachschub für die Asylindustrie, die nur funktionieren, also Steuermilliarden abgreifen, kann, wenn genug Anspruchsberechtigte für Vollversorgung herbeigekarrt werden.

Und so sind eben nicht die „Seenotretter am Limit“, wie der „Kurier“ titelt, sondern es ist der Fährdienst, der die Kapazitätsgrenzen erreicht hat. Trotzdem geht das Geschäft schleppend (haha, was für ein Wortspiel…) und in Europa bleiben „Geflüchtetenunterkünfte“ leer und somit Steuermillionen im Staatssäckel statt auf die Konten der Asylindustriellen „gerettet“ zu werden.

Mehrere Tausend Menschen sind am Osterwochenende von privaten Hilfsorganisationen aus Seenot gerettet worden.“

Hört sich ja erst mal edel und gut an, wenn man ausblendet, dass diese „Hilfsorganisationen“ Helfershelfer einer betrügerischen Asylmafia sind, die Milliardenschäden anrichtet. Und zwar nicht nur in Europa sondern auch in Afrika. Denn statt daheim zu arbeiten glücksrittern junge Männer lieber nordwärts, wo es Geld und Vollversorgung für Nichtstun gibt. Und anstatt in Afrika nachhaltige Projekte zu unterstützen füttern wir mit den Milliarden lieber spazierengehende Nichtstuer. Und verhindern auch jede Integration, denn ein integrierter Arbeiter würde der Asylindustrie genau gar nichts mehr nutzen. Die bekommen Geld nur für Pflegefälle.

Biete eine Belohnung für eine Leistung, und du ziehst die Tüchtigen an. Biete Vollversorgung für Alle und du ziehst die Faulen an.

Beide Schiffe waren mit geretteten Flüchtlingen in unruhiger See überladen.“

Nein, beide Schiffe waren mit Menschen überladen, die eine Überfahrt nach Italien gebucht hatten und auf die Erfüllung der gebuchten Dienstleistung warteten. Denn sonst hätte man die kurz vor der afrikanischen Küste aufgenommenen Kunden einfach an diese Küste zurückbringen können.Dann wären sie sofort gerettet gewesen.
Aber hier geht es eben nicht um Leib und Leben, sonst würden vor der Küste aufgegriffene Insassen maroder Schlauchboote an die Küste zurückgebracht werden, von der sie abgelegt sind. Werden sie aber nicht. Wollen sie auch nicht. Will keiner der Beteiligten, denn sonst würde man es tun.

Ein deutsches Marineschiff brachte am Montag 1.181 gerettete Flüchtlinge und Migranten ans italienische Festland.“

Was hat die deutsche Marine da verloren? Wieso beteiligt sie sich an den Schlepperaktivitäten privater Handlangerorganisationen der Asylindustrie? Oder sind sie als Frontex-Schiffe anwesend, mit der Aufgabe, die EU-Außengrenze zu schützen? Wie können sie sich dann an illegaler Migration beteiligen? Wie kann das gehen, dass Grenzer angehalten sind, illegalen Eindringlingen zu helfen, einzudringen?

Die privaten Retter sprachen am Wochenende von einer beispiellosen Situation auf dem Mittelmeer.“

Das kann man wohl sagen, Was sie dabei aber verschweigen, ist, dass sie selbst die Mitverursacher dieser beispiellosen Situation sind, ja eigentlich im Zentrum der Beispiellosigkeit stehen. Denn ohne die Sicherheit, vom Fährdienst der Asylindustrie abgeholt zu werden, würden die wenigsten dieser Migrantenfrachter überhaupt in See stechen.

"Wo waren die Frontex-Schiffe, als ein Rettungsschiff einer NGO Unterstützung brauchte, um Tausende Leben zu retten? Wo war die EU?"

Gute Frage. Aufgabe der Frontex wäre es nämlich, die Leute nach Afrika zu bringen und die Schleppershuttles zu versenken, inklusive deren Mutterschiffe von der Asylindustrie. Wäre doch mal eine beispielgebende Situation. Die Frontex ist nämlich eine Grenzschutztruppe und damit der natürliche Feind der Menschenhändler, deren Handlanger ihr seid!

Die Nichtregierungsorganisationen fordern von der EU ein Seenotrettungsprogramm.“

Besser wäre, wenn die EU von diesen Organisationen fordern würde, die Arbeit der Grenzschutzbehörden nicht zu sabotieren und illegale Migration nicht zu unterstützen, ach was, zu ermöglichen. Denn ihr habt hier nichts zu fordern! Ganz im Gegenteil, all die Toten im Mittelmeer gehen auf euer eigenes Konto! Denn ohne die Hoffnung, direkt vor der Küste von euch aufgesammelt und zur Zieldestination gebracht zu werden, würden die Schlauchboote gar nicht erst ablegen.

Die Anarchie in Libyen, das sich seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 im Bürgerkriegschaos befindet, begünstigt das Geschäft der Menschenhändler.“

Ach nee, Und wer hat ihn „gestürzt“? Und warum? Na, ist das jetzt lästig, genau das zu fragen?

Die zentrale Mittelmeerroute gilt als gefährlichste. Doch auch auf der östlichen Route zwischen Griechenland und Italien war am Samstag wieder ein Boot in Seenot geraten.“

HÄ??? Zwischen Griechenland und Italien? Welche „Flüchtlinge“ fliehen von Griechenland nach Italien, bitteschön? Was soll denn der Quatsch?
Bitte, wenn ihr uns schon einen Bären aufbinden wollt, dann gebt euch wenigstens eine Mühe und schmeißt uns nicht einfach einen Strohsack mit einem nassen Katzenbalg auf den Buckel!
Das ist doch alles nur noch ein Mummenschanz, der hier gespielt wird.

Urlaub ...





Montag, 17. April 2017

Heute feiert Frau Dr. Martha Kyrle

... in bewundernswerter geistiger Frische ihren hundertsten Geburtstag. Dieser Name wird heute auch vielen Österreichern wenig, Nicht-Österreichern vermutlich nichts sagen: Martha Kyrle ist die Tochter des früheren Bundespräsidenten Dr. Adolf Schärf, der, vor seiner Wahl 1957 verwitwet, sie ersuchte, für ihn quasi als "First Lady" zu fungieren, was sie ihm zuliebe (unter Aufgabe ihrer Tätigkeit als Ärztin) die nächsten acht Jahre hindurch (bis zum Tod ihres Vaters im Amt) übernahm.

Sicherlich der Höhepunkt an weltpolitischer Bedeutung in der Zeit der Präsidentschaft ihres Vaters war 1961 das amerikanisch-sowjetische Gipfeltreffen in Wien, über welches auch der frühere Vizekanzler und Handelsminister Dr. Fritz Bock in seinem amüsanten Büchlein "Im Protokoll nicht vorgesehen" hinsichtlich der geradezu exemplarisch ungenießbaren Verköstigung beim feierlichen Staatsbankett zur Eröffnung scharfzüngige Worte verlor.


Doch auch bei vielen anderen Staatsbesuchen stand sie ihrem Vater mit viel Engagement, Takt und Geschick zur Seite:

(v.l.n.r.) Bundespäsident Schärf, Dr. Kyrle, Prinz Bernhard und Königin Juliane der Niederlande

Aus Anlaß des heutigen Geburtstages veröffentlichte Georg Markus, Hansdampf in allen Gedenk- und Jubiläumsgassen, im Kurier einen lesenswerten Artikel über die Jubilarin.